Apitherapie

Apitherapie ist die praktische Anwendung von Bienenprodukten – Honig, Propolis, Blütenpollen, Gelee Royale und Bienengift – bei Krankheiten, zur Bekämpfung von bakteriellen, mykotischen und Virusinfektionen, zur präventiven Gesundheitsvorsorge und für allgemeines Wohlbefinden.

Apitherapie steht für die Rückkehr zur natürlichen therapeutischen Behandlungsmethoden.

Apitherapie.de gibt einen umfassenden Überblick über die Wirkung von Bienenprodukten.

Honig

Honig ist die von Honigbienen aus dem Nektar von Blütenpflanzen oder als Honigtau von Koniferen oder Laubbäumen gesammelte Substanz. In einem Reifungsprozess wird unter Zugabe körpereigener Substanzen gleichzeitig Feuchtigkeit entzogen.

 Honig ist nicht nur gesunde Nahrung sondern auch eine wirksame Medizin. 

 Naturbelassener Honig

ist  Honig, dem nichts entzogen oder hinzugefügt wurde. Er enthält Spuren von Pollen, Propolis, und möglicherweise kleine Teile von Bienenwachs.

 Als naturbelassen gekennzeichneter Honig sollte also

    • NICHT über die normale Bienenstock-Temperatur von 35 bis maximal 40° C erhitzt werden. Höhere Temperaturen verändern die essentielle Zusammensetzung des Honigs, zerstören die wertgebenden Qualitäten und verringern so den Gesundheitseffekt
    • NICHT ultrafein gefiltert werden, dafür müsste er hoch erhitzt werden. Honig sollte einfach durch ein feines Sieb aus rostfreiem Stahl abtropfen.

 Gesundheitsnutzen von Honig

Honig ist ein rasch wirkender, nicht belastender Energiespender. Die schnelle Resorption von Enzymen und Hormonen kann für den geschwächten Organismus äußerst hilfreich sein.

Honig wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Hygienisch einwandfreier Honig kann daher auch auf offene Wunden aufgetragen werden. Seine Enzyme fördern die Wundheilung.

    • Honig hilft der Leber, er unterstützt dabei die entgiftende Funktion und wirkt der Verfettung entgegen.
    • Honig fördert die Magensekretion und Darmperistaltik.
    • Honig hilft bei fieberhaftem Infekten.
    • Honig lindert Halsschmerzen, besonders in Verbindung mit Kräutern.
    • Honig beruhigt (z.B. warme Milch mit Honig als Schlaftrunk).
    • Honig kann hyperaktiven Kindern helfen ruhiger zu werden.
    • Honig unterstützt das Immunsystem.

Honig hat einen günstigen Einfluss auf den Herzmuskel und die Durchblutung und kann damit auch vorbeugend gegen Herzinfarkt und Herzmuskelschwäche wirken.

Honig wird in der Apitherapie oft in Verbindung mit geeigneten Kräutern eingesetzt, weil er ihre Wirkung verstärkt. Honig findet also bei vielen inneren Erkrankungen und Schwächen von Organen Verwendung.

Er ist aber auch ein hochwertiges Hautpflegemittel und wird in vielerlei Rezepturen zur Pflege, Gesunderhaltung und Heilung der Haut eingesetzt.

 Naturbelassener gegen aufbereiteten/verarbeiteten Honig

Ursprünglich enthält Honig ein weites Spektrum an Inhaltsstoffen die ihm sein wundervolles Aroma und heilsame Eigenschaften verleihen. Honig  in Supermärkten ist häufig nicht naturbelassen, sondern bei 60°C oder mehr pasteurisiert. Zur Vermeidung der Kristallisierung wird er mikrogefiltert, dazu muss er hocherhitzt werden. Enzyme, Fermente und weitere hitzeempfindliche Inhaltsstoffe werden durch Hitze jedoch geschädigt. Der Honig hat dann keinen höheren ernährungsphysiologischen Wert als Zucker.

  Honig und Zucker sind nicht gleich!

Jeder Honig ist eine einzigartige Mischung aus etwa 200 Bestandteilen, die in den jeweiligen Sorten in verschiedenen Anteilen vorkommen. Speisezucker dagegen verfügt nur über „leere Kalorien“, da er keinen Ernährungsnutzen außer der Energieversorgung durch die enthaltenen Kohlehydrate hat. Honig dagegen enthält verschiedene Zuckerarten wie Glukose, Fructose, Saccharose, Maltose, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Aminosäuren, Enzyme, Aromastoffe und Antioxidantien. Honig ist antimikrobiell und fördert das Immunsystem. Honig enthält auch einen winzigen Anteil von Pollen, Fragmente von Propolis und Bienenwachs.

Für die Ernährung ist Honig dem Zucker jedenfalls vorzuziehen.

 Kristallisation und Lagerung des Honigs

Nahezu alle Honige bekommen nach einer mehr oder weniger kurzen Zeit eine feste Konsistenz, je nach dem Verhältnis von Glukose und Fructosegehalt. Dunklere Honige (Waldhonig) kristallisieren sehr viel langsamer als Blütenhonige. Zum Auftauen von kristallisiertem Honig soll das Honigglas im Wasserbad nicht über 40°C bei gelegentlichem Umrühren langsam erwärmt werden.

Honig enthält nach vollständiger Reifung maximal 18% Wasser. Honig ist hygroskopisch ist, d.h. er entzieht der Umgebung Feuchtigkeit und kann in Gärung übergehen. Er soll daher stets in luftdicht verschlossenen Gläsern sowie dunkel und kühl aufbewahrt werden. So ist er nahezu unbegrenzt haltbar.

Propolis

 Propolis – Das natürliche Antibiotikum der Bienen

Propolis (auch Kittharz oder Bienenkleber genannt) ist ein gummiartiges, klebriges Material. Das Propolis zählt zu den natürlichen Antibiotika. Es besitzt antibakterielle, antivirale und fungizide Wirkung. Es bietet dem Bienenvolk Schutz vor Infektionen.